Das Quellental der Glashäger Quelle

Wie es der Name sagt, befindet sich in diesem Tal der Ursprung des Rohstoffes der "Glashäger Quelle". Ob vorzeiten hier wirklich das erste Mineralwasser gezapft worden ist, soll dahingestellt bleiben. Heuzutage wird das Minaeralwasser aus leistungsfähigen Tiefbrunnen (80 m), nicht anders als das normale Trinkwasser aus der Wasserleitung, mit leistungsstarken Pumpen gefördert. Ist diesem Wasser dann das in unserer Gegend übliche Eisen und Mangan entzogen, wird es mit Kohlendioxid versetzt und auf Flaschen gezogen. Also nix geheimnisvolles um das Mineralwasser, außer das es natrium- und nitratarm und gut gekühlt ein guter Durstlöscher ist. (Totz der Promotion bekomme ich keine Provision von "Glashäger", schade eigentlich...)

Das Endmoränengeschiebe der letzten Eiszeit durchzieht ein tief eingeschnittenes Tal, in dem ein kleiner Bach fliesst. Das ganze Tal ist sehr quellig und überall tritt aus den Anschnitten der Aquifer Grund- und Schichtenwasser zutage. Im Sommer ein Dorado für Mücken... und Fotografen

Im naturbelassenem Tal hat sich eine eigene Planzenvegetation angesiedelt: unralte Rotbuchen, schlanke Eschen, Birke, die für nasse Standorte typische Schwarzerle und hier und da Fichten. Interessant auch die bodennahe Vegetation. Im April leuchtet der Waldboden von Buschwindröschen Anemone nemorosa. Im Mai prägen auffallend üppige und ausgedehnte Bestände des Gefleckten Aronstabes Arum maculatum das Bild. Solch große Population sind zu jeder Jahreszeit eine Augenweide... Paris quadrifolia, Polygonatum multiflorum und im Bach überall wieder Berula erecta runden das Bild ab.

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